Rezensionen

Rezension „Prager Fragmente“ von Roman Achmatow

Prager Fragmente von Roman Achmatow
Selfpublished – Softcover – 92 Seiten
10,- €

Klappentext:

„Ein Semester in der tschechischen Hauptstadt, verpackt in 12 wunderbaren Kurzgeschichten. Mit Abstand das beste Buch, das Roman Achmatow jemals geschrieben hat.“ Roman Achmatow (Hat bisher noch nie ein Buch geschrieben)

HIER findet ihr mehr Informationen zum Inhalt des Buches

Cover/Gestaltung: 

Mir gefällt die Idee, ein einzelnes Bild als Cover zu verwenden, wirklich gut. Das gewählte Bild aus der Vogelperspektive, spiegelt das Leben auf Prags Straßen wider und passt somit perfekt zum Thema. Was ich allerdings weniger ansprechend finde, ist die Textgestaltung. Das weiße Oval und das Rechteck, auf denen Titel und Klappentext stehen, wirken sehr hart und fügen sich durch den Schlagschatten nicht richtig in das Gesamtbild ein. Die Innengestaltung des Buches finde ich jedoch mehr als gelungen, denn jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat und einem wunderschönen selbstaufgenommenen Bild.

© Roman Achmatow – www.essays-pics.com

Meine Meinung: 

Prager Fragmente hat mich wirklich positiv überrascht. Anfangs war ich ein wenig skeptisch, da ich sonst keine Kurzgeschichten und auch keine Bücher in diesem Genre lese. Ich dachte mir aber, dass ein Tapetenwechsel sicherlich nicht schaden kann und habe mich darauf eingelassen. Zum Glück!

Eigentlich hatte ich eine komplett andere Vorstellung von dem Buch. Ich dachte eher an so etwas wie einen kleinen Reiseführer durch Prag, habe mich dabei aber total geirrt. In Prager Fragmente geht es nämlich um mehr als das: Roman schildert Eindrücke, die er gewonnen hat, wie er sich in der Stadt zurechtgefunden hat und welchen Menschen er begegnet ist – und das alles mit einer gehörigen Portion Selbstironie.

Dass der Autor Humor hat, merkt man auch schon am Klappentext. Viele Male musste ich während dem Lesen laut auflachen, oder zumindest schmunzeln. Auf der anderen Seite werden auch ernstere Dinge angesprochen, die mich sehr zum Nachdenken brachten. Vor allem für diese ernsten Geschichten und Momentaufnahmen hat der Autor ein unheimliches Schreibtalent. Sein Stil ist nämlich total gefühlvoll, und was mir auch immer sehr wichtig ist, bildlich, ja fast schon poetisch. Es gab also einige Textstellen, die ich mir unbedingt markieren musste.

„Einige der in den engen Seitengassen abgestellten Pianos schweigen anmutig zur Finsternis, während orange schimmernde Straßenlaternen die rauen Betonmauern in grenzenlose Melancholie tauchen.“

Aber Roman Achmatow kann nicht nur schön schreiben, sondern auch wunderbar fotografieren. Da ich selbst Fotografin bin, haben mich auch die Bilder sehr fasziniert. Sie untermauern das Geschriebene auf eine besondere Weise und rufen in mir großes Fernweh hervor. Durch die Fotos bekommt man einfach ein viel detaillierteres Bild der Atmosphäre der Stadt und kann sich noch besser in den Autor hineinversetzen.

© Roman Achmatow – www.essays-pics.com

Schade, dass das Buch mit seinen 92 Seiten doch recht kurz ist. Ich hätte sehr gerne noch weitergelesen, hoffe aber, dass das nicht das letzte Buch des Autors gewesen ist. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt.

Fazit:

Ein tolles Buch über das Reisen, zwischenmenschliche Beziehungen und Hürden des Alltags, das ein Hochgefühl in mir auslösen konnte. Kaum zu glauben, dass das das Debüt des Autors ist. Von mir gibt es jedenfalls eine klare Kaufempfehlung!

Bewertung: 5/5 Sternen

HIER könnt ihr das Buch für 10€ erwerben

Vielen Dank an Roman Achmatow, der mir „Prager Fragmente“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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