Rezensionen

Rezension „Monday Club – Das erste Opfer“ von Krystyna Kuhn

Monday Club – Das erste Opfer* – Oetinger Verlag – Gebundene Ausgabe – 384 Seiten – 16,99€

Hier folgt die Rezension zum Gewinner des SuB-Votings Mai.

Faye, die an Schlafstörungen leidet, hat Probleme dabei Fantasie und Wirklichkeit auseinanderzuhalten. Als ihre beste Freundin Amy am Ende der Sommerferien wie ausgewechselt aus dem Lerncamp zurückkommt und kurz darauf bei einem Autounfall verstirbt, gerät für Faye die komplette Welt aus den Fugen. Plötzlich scheint es, als hätte jeder Geheimnisse vor ihr, allen voran die Mitglieder des einflussreichen Monday Clubs. Und eines Nachts begegnet sie auch noch der tot geglaubten Amy wieder..

Cover: 

Ich liebe dieses Cover! Die Farben harmonieren toll miteinander, aber auch die restliche Gestaltung finde ich ansprechend und gut gelungen. Das Cover wirkt durch das Mädchen mit den geschlossenen Augen sehr mysteriös und macht neugierig auf den Inhalt.

Meine Meinung: 

Ich habe bereits vor längerer Zeit die „Das Tal“-Reihe von Krystyna Kuhn begonnen und war nicht sehr begeistert davon. Nun wollte ich der Autorin mit Monday Club eine zweite Chance geben, denn der Klappentext schien sehr vielversprechend. Leider wurden meine Erwartungen aber auch hier nicht erfüllt.

Angefangen bei den schlecht ausgearbeiteten Charakteren, zu denen ich keine Sympathie oder gar Bindung aufbauen konnte. Sie bleiben alle sehr vage und haben keine individuelle Persönlichkeit. Auch die Handlungen und Reaktionen der Protagonistin Faye konnte ich selten nachvollziehen, da sie teilweise ziemlich unnatürlich und emotionslos waren. Das beste Beispiel hierfür ist der Moment als Faye erfährt, dass ihre beste Freundin gestorben ist.

Ein positiver Aspekt hingegen ist definitiv der Schreibstil der Autorin, der gut lesbar und sehr flüssig ist. So kann man immerhin schnell über die Stellen drüber lesen in denen nichts passiert — und davon gibt es leider einige. Dies war auch mit ein Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Zudem habe ich auch bis zum Schluss noch die Hoffnung gehabt, dass die Autorin aus dem großen Potenzial das diese Geschichte hat, noch etwas macht. Ein wenig Spannung kam dann aber erst in den letzten 100 Seiten auf, jedoch war ich mit der Auflösung alles andere als zufrieden. Ich sag nur GÄHN.

Ich finde es außerdem sehr schade, dass man nichts über den Monday Club erfährt, um den es in diesem Buch ja eigentlich geht. Er existiert und irgendwas stimmt damit nicht — und das wars dann eigentlich auch schon. Natürlich will man als Autor/in, dass die Leser die Folgebände kaufen, aber so wenig Informationen, wie es in diesem Teil gab, finde ich schon ein wenig absurd und irgendwie auch frech.

Fazit:

Obwohl die Geschichte mit einem Cliffhanger endet und ich doch neugierig bin, was es mit dem Monday Club nun auf sich hat, werde ich den zweiten Teil der Reihe nicht lesen. Dazu war der Großteil des Buches einfach zu langweilig.

Bewertung: 2,5/5 Sternen

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6 Kommentare zu „Rezension „Monday Club – Das erste Opfer“ von Krystyna Kuhn

  1. Schade, dass dieses Buch ein Flop war, die Inhaltsangabe hört sich vielversprechend an.
    Mit würde noch eine Einschätzung fehlen, für welche Altersgruppe das Buch geeignet ist.
    Das Cover gefällt mir auch sehr gut.
    Viele Grüße
    Silvia

    1. Hallo Silvia!
      Ja, find ich auch sehr schade, denn es hat eigentlich sehr viel Potential.
      Stimmt, danke! Das werde ich das nächste Mal beachten und dazu schreiben. Ich würde sagen, dass das Buch sehr gut in die Altersgruppe der 12-17-Jährigen passt.

      LG Antonia

  2. Hey Antonia,
    ich war vom Monday Club auch nicht wirklich begeistert und kann deine Erklärungen gut nachvollziehen. Eine schöne Rezension!
    Das #litnetzwerk lässt grüßen,
    Henrike

    1. Vielen lieben Dank!
      Ja, schade, dass die Autorin das Potential der Geschichte nicht ausgeschöpft hat.

      LG Antonia

  3. Guten Morgen,
    da bin ich ja froh, dass ich das Buch gar nicht erst gekauft habe. Schon der erste Band von „Das Tal“ konnte mich nicht begeistern. Ich habe Krystina Kuhn aus Monday Club auf der Buchmesse lesen hören und auch das konnte mich nicht fesseln. Deine Rezension überzeugt mich nun endgültig, dass ich da nichts verpasst habe.
    LG
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne!
      Schön, dass du Nutzen aus meiner Rezension ziehen konntest. Für das sind sie ja da 🙂

      LG Antonia

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