Rezensionen

Rezension „Lucrum“ von Anika Ackermann

Lucrum* von Anika Ackermann
Books on Demand – Taschenbuch – 426 Seiten
ISBN: 978-3743195271 – 13,95 € / 2,99 € (E-Book)

Klappentext:

Was bleibt, wenn sich alles verändert? Wenn Du Dich veränderst?
London, 2050: Die Feuer des Dritten Weltkriegs sind noch nicht erloschen, als sich der Kampf um die Vorherrschaft der Stadt zwischen Schattenbrüdern und Lichtrittern zuspitzt. Die siebzehnjährige Emma kämpft gemeinsam mit den Schattenbrüdern gegen die Loge des Lichts, bis ihr bester Freund Liam plötzlich verschwindet und sie die Bruderschaft dahinter vermutet. Gemeinsam mit dem vorlauten Formwandler Timotheus und dem schönen, aber streitlustigen Lichtritter Noah versucht sie, die Wahrheit herauszufinden – und gerät in einen jahrhundertealten Konflikt.

(Quelle: Amazon)

Cover/Gestaltung: 

Dieses Cover, das übrigens von der Autorin selbst gestaltet wurde, ist einfach nur wunderschön. Mir gefällt nicht nur die farbliche Gestaltung, sondern auch, dass auf die charakteristischen Bauten und Attraktionen von London, dem Ort an dem die Geschichte spielt, eingegangen wurde. Aber nicht nur die Optik des Buches kann bestechen, sondern auch seine Haptik. Obwohl es für ein Taschenbuch relativ schwer ist, liegt es gut in der Hand. Und auch an der weichen Beschichtung des Kartons habe ich Gefallen gefunden, denn ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mit der Hand darüber fahre. In meinen Augen eine mehr als gelungene Gestaltung!

Meine Meinung: 

Lucrum stand schon länger auf meiner Wunschliste, deshalb war ich sehr glücklich, als sich für mich nun endlich die Gelegenheit ergab, das Buch zu lesen. Schon nach ein paar Seiten wusste ich, dass meine Vorfreude nicht umsonst war.

Schon der Einstieg ins Buch war fulminant. Ich war sofort in der Geschichte drin, was mitunter an dem tollen, fast schon poetischen Schreibstil der Autorin lag. Anika Ackermann weiß es mit Worten zu spielen und konnte mir dadurch ein detailreiches Bild des Settings in den Kopf zaubern.

„Auf den Straßen glommen Feuer, deren Flammen an Mülltonnen und alten Autos leckten und über Ölteppiche walzten.“

Ich habe mir im Vorhinein ein paar andere Rezensionen zu Lucrum durchgelesen, in denen öfter mal verschachtelte Sätze erwähnt wurden. Dies trifft zwar zu, jedoch stört mich das nicht im Geringsten. Ich mag es, wenn ein Buch ein wenig anspruchsvoller zu lesen ist.

Die Charaktere konnte ich auch alle recht schnell ins Herz schließen, wobei ich mir bei Emma, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, zuerst ein wenig schwer getan habe. Emma ist eine eher unkonventionelle Protagonistin, denn sie ist schonungslos brutal und hat eine große Klappe (wo aber auch etwas dahinter ist). Es dauerte also ein wenig, bis ich mit ihr warm wurde. Jedoch schätze ich diese Figur im Nachhinein sehr, denn von den „Good Girls“ gibt es eh schon zu viele. Noah, den männlichen Protagonisten, mochte ich sehr, jedoch fiel die Liebesgeschichte zwischen Emma und ihm eher flach aus, obwohl es auch einige schöne Stellen gab, die ich mir unbedingt markieren musste.

„Emma war die Finsternis, Noah war das Licht. Sie waren wie Sonne und Mond, zwischen denen mehrere hundert Millionen Kilometer Entfernung lagen.“

Dass sich die Liebesgeschichte nicht so in den Vordergrund gedrängt hat, ist aber prinzipiell nichts Schlechtes, denn es lässt viel Potenzial für den zweiten Band.  Von den Charakteren mochte ich definitiv Timotheus am meisten, denn er hatte immer einen lustigen Spruch auf Lager und hat mich so des Öfteren zum Lachen gebracht.

Was mich am Buch ein wenig gestört hat, war, dass die Kapitel relativ lang waren. Ich bin eine Leserin, die immer ein Kapitel zu Ende bringen muss, bevor sie zu lesen aufhört, deshalb war es manchmal ein bisschen mühsam für mich.

Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch regelrecht verschlungen und kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen. Der erste Band endet nämlich, so viel sei gesagt, mit einem fiesen Cliffhanger.

Fazit:

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die dem Fantasy-Genre zugetan sind und die Stadt London so lieben, wie ich es tue.

Bewertung: 4,5/5 Sternen

Anmerkung: „Lucrum“ wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.
Vielen Dank, Anika Ackermann!

* Affiliater Link

8 Kommentare zu „Rezension „Lucrum“ von Anika Ackermann

  1. Hi Antonia,

    schöne Rezension zu einem viel versprechenden Buch, das gleich auf meine Wunschliste wandert. Danke vielmals für den Buchtipp! =)

    Liebste Grüßlies!

    1. Huhu 😀
      Vielen lieben Dank! Bin schon sehr auf deine Meinung gespannt (wenns dann mal soweit ist).

      Liebe Grüße
      Antonia

  2. Hallo Antonia,

    Ich kannte vorher weder das Buch noch die Autorin, aber es hört sich gut an und dürfte Aich meinen Geschmack treffen. Ich mag es auch gerne, wenn es anspruchsvoller geschrieben Ist, so lange der Lesefluss nicht dadurch gestört wird.

    LG Sonja Béland

    1. Huhu Sonja 🙂
      Falls du es mal lesen solltest, bin ich sehr gespannt auf deine Meinung dazu!

      Liebe Grüße
      Antonia

  3. Tolle Rezension <3
    Ich habe Lucrum und Damnum sehr geliebt, ebenso Soul of Stars, was am 17.07. erscheint.
    Am 15. erscheint mein Beitrag dazu, in dem ich Gründe aufzähle, SoS zu lesen 🙂

    Liebe Grüße,
    Nicci

    1. Vielen Dank liebe Nicci 🙂
      Ich möchte Soul of Stars auch unbedingt lesen und bin schon richtig gespannt. Freu mich auch auf deinen Beitrag!
      LG Antonia

Kommentar verfassen