Rezensionen

Rezension „Ivy & Abe“ von Elizabeth Enfield

Ivy & Abe von Elizabeth Enfield
Diana Verlag – Broschiert – 448 Seiten
ISBN: 978-3-453-29189-8 – 14,99 € / 11,99 € (E-Book)

Klappentext:

Ivy und Abe – zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind. Sie begegnen sich zu verschiedenen Zeiten in ihrem Leben. Doch das perfekte Glück verpassen sie immer. Mal wechseln sie ein paar Worte in einem Café, dann trennen sich ihre Wege wieder. Ein anderes Mal haben sie eine Affäre miteinander. Später sind sie verheiratet, aber ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ihr Leben lang tragen Ivy und Abe etwas von dem anderen in sich. Innige Momente, in denen sie ihre Liebe spüren. Wird sie je von Dauer sein?

(Quelle: Diana Verlag)

Cover/Gestaltung: 

Das Cover ist meiner Meinung nach gelungen. Ich mag vor allem die Kombination aus den schwarzen Silhouetten und den bunten Farben. Ebenso toll finde ich die verspielten Schriftarten, da sie sehr gut ins Gesamtbild passen.

Meine Meinung: 

Der Klappentext hat für mich großes Potenzial ausgestrahlt, weswegen ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Ich habe mir aber leider etwas anderes erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe.

Das Buch ist in elf Kurzgeschichten eingeteilt, die alle aus der Sicht der Protagonistin Ivy erzählt werden. Aufgrund des Klappentextes dachte ich, dass Ivy & Abe sich im Laufe ihres einen Lebens öfter mal begegnen, jedoch war dem nicht so. In jeder Kurzgeschichte treffen sie sich entweder zum ersten Mal, oder führen bereits eine Beziehung. Das heißt die Kurzgeschichten sind voneinander unabhängig. Es wird lediglich erzählt was in einer bestimmten Lebensphase passieren hätte können, wenn sie sich zu diesem Zeitpunkt über den Weg gelaufen wären.

Von Kapitel zu Kapitel werden die Protagonisten jünger. Im ersten Kapitel, das im Jahre 2026 spielt, ist Ivy bereits 71 Jahre alt, als sie Abe trifft. Das letzte Kapitel spielt im Jahre 1965, als Ivy gerade einmal 10 Jahre alt ist. Zum Schluss folgt noch ein Epilog von 2032.

Am Anfang fand ich diese Zeitsprünge noch relativ interessant, irgendwann sind sie mir aber eher auf die Nerven gegangen. Vor allem deswegen, weil sich die Thematiken und Probleme aufgrund der Rückwärtserzählung ständig wiederholen. Es war zusätzlich sehr anstrengend sich ständig in eine neue Welt reinzuversetzen.

Was ich diesem Buch aber zugutehalten muss, sind die tollen Charaktere. Ich mochte Ivy & Abe sehr gerne, denn beide sind äußerst sympathisch und authentisch. Ich hätte mir aber gewünscht, dass die Gefühle der beiden mehr zur Geltung kommen. Oftmals konnte ich nicht ganz nachvollziehen, dass von der großen Liebe die Rede war.

Generell hat mich die Geschichte um die beiden aber trotzdem sehr zum Nachdenken angeregt, denn ich bin ein Mensch, der sich sehr oft die Frage „Was wäre, wenn…“ stellt. Auch der lockere, verträumte Schreibstil konnte mich dabei weitestgehend überzeugen.

Mein Fazit:

Leider hat das Buch nicht ganz gehalten, was der Klappentext versprochen hat. Es hat mich zeitweise verwirrt und genervt, aber auf der anderen Seite auch wieder erheitert und zum Nachdenken gebracht. Das Buch lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück, insgesamt bin ich jedoch recht gut unterhalten worden. Ich glaube, wie auch andere Rezensenten schon angemerkt haben, dass das Buch auf ein älteres Publikum ausgelegt wurde und ich da nicht ganz in die Zielgruppe passe.

Zu empfehlen für..

etwas ältere Leser (25+)

Bewertung: 3/5 Sternen

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Vielen Dank an das Randomhouse Bloggerportal, das mir „Ivy & Abe“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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