Rezensionen

Rezension „Glücksspuren im Sand“ von Rachel Bateman

Glücksspuren im Sand* von Rachel Bateman
Heyne fliegt Verlag – Broschierte Ausgabe – 336 Seiten
ISBN: 978-3-4532-7149-4 – 12,99 € / 9,99 € (E-Book)

Klappentext:

Die unkonventionelle Storm war schon immer das Vorbild ihrer jüngeren Schwester Anna. Als sie bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt, ist Anna am Boden zerstört. Doch dann findet sie eine Liste ihrer Schwester – eine Liste all der Dinge, die man in einem perfekten Sommer unbedingt tun muss. Dinge wie „Im Regen küssen“, „Ins Dive-In-Kino gehen“ (was auch immer das sein mag!) oder auch einfach: „Mutig leben“. Im Andenken an ihre Schwester und um ihre eigene Traurigkeit zu überwinden, macht Anna sich daran, die Aufgaben der Liste zu erfüllen. Ihr stets zur Seite: der Nachbarsjunge Cameron, der irgendwie immer schon da war. Der Storms engster Freund war. Und der vielleicht der Schlüssel zu einem neuen Glück sein könnte. Wenn es da nicht ein schlimmes Geheimnis gäbe.

(Quelle: Heyne fliegt Verlag)

Cover/Gestaltung: 

Ich bin ein großer Fan von diesem Cover. Nicht nur dass es einem ein Freiheitsgefühl vermittelt, man bekommt auch noch richtig Fernweh. Die pastelligen Töne in Kombination mit dem satten Türkis/Blau und die verspielte Schrift gefallen mir sehr gut. Alles in allem ein mehr als gelungenes Cover!

Meine Meinung: 

Der Klappentext lies mich, trotz der traurigen Thematik, auf eine locker leichte Geschichte über die Jugend und die Liebe hoffen. Genau das habe ich mit Glücksspuren im Sand auch bekommen.

Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Anna. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch und ihre Handlungen authentisch. Auch die anderen Charaktere, wie Cameron, Annas beste Freundin und auch Annas Tante, konnten mich überzeugen, da sie alle ihre individuellen Charaktereigenschaften hatten. Ich hätte mir jedoch auch ein paar Kapitel aus Camerons Sicht gewünscht, da es mir oft so vorkam, dass seine Gefühle komplett außer Acht gelassen wurden, obwohl er im Buch eine tragende Rolle spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig zu lesen, aber eher einfach gestrickt. Rachel Bateman hat es trotzdem geschafft, dass ich mir die Orte und Szenarien im Buch sehr gut bildlich vorstellen konnte. Sehr oft kam bei mir das Gefühl auf, dass ich auch gerne dort wäre, wo die Protagonisten sich gerade befanden. Durch den Road-Trip und die vielen Unternehmungen, um Storms Liste abzuhaken, bekam das Buch eine lockere, sommerliche Atmosphäre.

Auch die Message des Buches fand ich richtig toll. Man muss sich etwas trauen im Leben und nicht nur immer auf Nummer sicher gehen. Man soll das Leben auskosten, solange man die Zeit hat, denn es kann jeden Moment vorbei sein. Gut, diese Botschaft ist nichts Neues, aber wird in diesem Buch wirklich schön und glaubhaft umgesetzt. Was mir allerdings aufgefallen ist, und was ich sehr traurig fand, war, dass es fast keinen Familienzusammenhalt gab. Die Eltern haben für sich getrauert und ihre Tochter aus ihrer Gefühlswelt komplett ausgeschlossen und die Tante hat der Tod der Nichte auch eher wenig interessiert — zumindest kam es so rüber.

Die Wendung gegen Ende des Buches, war leider ziemlich vorhersehbar. Trotzdem verlieh sie der Geschichte einen schönen Abschluss.

Fazit:

Glücksspuren im Sand ist ein tolles Buch, das zeigt, dass das Leben lebenswert ist, auch wenn man einen geliebten Menschen verliert. Geeignet ist es jedoch eher für jüngere Leser.

Bewertung: 3/5 Sternen

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Vielen Dank an das Randomhouse Bloggerportal, das mir „Glücksspuren im Sand“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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2 Kommentare zu „Rezension „Glücksspuren im Sand“ von Rachel Bateman

  1. Hallo liebe Antonia,
    du schreibst in deiner tollen Rezension, dass die Botschaft in diesem Buch nichts Neues ist und ich muss dir da vollkommen Recht geben, doch finde ich, dass man gar nicht oft genug sagen kann, dass man das Leben auch leben muss. Ich meine, wie oft funktionieren wir nur für unseren Job und unser Umfeld, wie oft gehen wir auf Nummer sicher oder denken gar nicht erst über Dinge nach, aus Angst, was man über uns denken könnte? 🙂

    Auch, was den Familienzusammenhalt in diesem Buch angeht, hast du natürlich Recht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das während des Lesens gar nicht so wahr genommen habe – zumindest nicht negativ. Ich fand das Verhalten der Eltern eigentlich sogar sehr nachvollziehbar und verständlich, auch, wenn man es sich natürlich ganz anders wünschen würde. So aber wurde deutlich, dass auch Eltern nur Menschen sind, die auch mal völlig mit ihren eigenen Gefühlen überfordert sein können und Hilfe brauchen. Das Idealbild sieht zwar anders aus, klar, aber im Leben läuft ja leider nicht immer alles ideal und ich glaube, genau deswegen ist mir dieser Punkt auch gar nicht negativ aufgefallen.

    Übrigens bin ich dem #litnetzwerk gerade sehr dankbar, über deinen Blog gestolpert zu sein. Ich fühle mich hier bei dir richtig wohl und habe mich gerne durch deine Beiträge gelesen. 🙂

    Ganz liebe Grüße und definitiv bis bald!
    Maike

    1. Huhu Maike 🙂
      Erst einmal großes Sorry für die späte Antwort!
      Da gebe ich dir natürlich Recht, also was die Botschaft angeht. Ich fand sie ja selber gut 🙂

      Ich fand den Familienzusammenhalt eben nicht optimal, weil ich von Zuhause was ganz anderes gewohnt bin. Aber klar, jeder reagiert anders und das ist ja auch irgendwo gut so. Ich konnte es nur eben schwer nachvollziehen.

      Freut mich übrigens sehr, dass dir mein Blog gefällt! Vielen lieben Dank für deinen Besuch!

      Liebe Grüße
      Antonia

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