Rezensionen

Rezension „Das Licht zwischen den Wolken“ von Amy Hatvany

Das Licht zwischen den Wolken* von Amy Hatvany
Blanvalet Verlag – Gebundene Ausgabe – 512 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0609-4 – 19,99 € / 15,99 € (E-Book)

Klappentext:

Natalie ist fünfunddreißig, als sie erfährt, dass sie eine Schwester hat. Während sie selbst bei liebenden Adoptiveltern aufwuchs, wurde die damals vierjährige Brooke von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht und konnte nie verstehen, warum man sie von ihrer kleinen Schwester getrennt hatte. Doch es gibt eine Frage, auf die keine der beiden je eine Antwort erhalten hat: Warum hat ihre Mutter sie weggegeben? Gemeinsam machen sie sich auf die Suche, ohne zu ahnen, dass die Wahrheit ihr Leben für immer verändern wird.

(Quelle: Blanvalet Verlag)

Cover/Gestaltung: 

Das Cover finde ich wirklich wunderschön. Die weißen Illustrationen auf dem hellblauen Hintergrund wirken sehr harmonisch und passen meiner Meinung nach sehr gut zum Titel und zur Geschichte selbst. Die Innengestaltung ist schlicht und ohne jeglichen Schnickschnack.

Meine Meinung: 

Sehr angetan vom Klappentext, habe ich dieses Buch beim Verlag angefragt. Da ich noch nie ein Buch zu dieser Thematik gelesen habe, war ich wirklich sehr gespannt, ob es mir gefallen wird. Ich war jedenfalls positiv überrascht.

Die Geschichte wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zum einen aus der der Mutter Jennifer und zum anderen aus der ihrer beiden Töchter Natalie und Brooke. In den ersten Kapiteln aus Jennifers Sicht befindet man sich in der Vergangenheit und erfährt, warum die junge Mutter ihre Kinder zur Adoption freigeben musste. Im Laufe des Buches erzählt sie ihre Geschichte und wie es ihr ergangen ist, bis man sich schließlich in der Gegenwart befindet. In den Abschnitten von Brooke und Natalie hingegen befindet man sich gleich in der Gegenwart. Man erhält einen Einblick in den Alltag der beiden Frauen und lernt sie kennen, erfährt aber auch, wie ihr bisheriges Leben verlaufen ist.

Die drei Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, jedoch haben sie sich alle einen Platz in meinem Herzen erschlichen, da sie authentisch sind und ich ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Vor allem Jennifer fand ich wirklich bewundernswert. Sie hat so viel Schlechtes erfahren und es trotzdem geschafft wieder aufzustehen und sich ins Leben zurückzukämpfen – und das trotz des großen Verlustes ihrer beiden Kinder.

Der Schreibstil von Amy Hatvany ist dabei sehr emotional und aufwühlend. Sie hat es geschafft mich zu fesseln, obwohl die Thematik an sich nicht spannend ist. Durch die Bindung zu den Charakteren wollte ich aber unbedingt wissen, wohin sich die Geschichte entwickelt, welche Beweggründe Jennifer hatte und ob es letztendlich ein Familienwiedersehen gibt.

Die Geschichte hat mich jedenfalls sehr zum Nachdenken angeregt, denn was in diesem Buch reine Fiktion ist, passiert im echten Leben leider tagtäglich. Oftmals braucht es solche Bücher, um das eigene Leben zu reflektieren und sich vor Augen zu führen, wie schön man es eigentlich hat.

Was aber schlussendlich dazu geführt hat, dass ich dem Buch einen Stern Abzug gebe, ist, dass mir der Schluss des Buches viel zu kurz war. Für mich war es so, als ob mindestens drei Kapitel einfach herausgerissen wurden. Es war einfach nicht stimmig und ließ mich ein wenig enttäuscht zurück.

Mein Fazit:

Eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann und die es auf jeden Fall wert ist, gelesen zu werden. Ich werde sicherlich wieder zu einem Buch von Amy Hatvany greifen.

Zu empfehlen für..

Leser, die emotionale Familiengeschichten mögen und bei einem Buch nicht ständig Spannung brauchen.

Bewertung: 4/5 Sternen

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Vielen Dank an das Randomhouse Bloggerportal, das mir „Das Licht zwischen den Wolken“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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