Rezensionen

Rezension „Das Juwel – Der schwarze Schüssel“ von Amy Ewing

Das Juwel – Der schwarze Schlüssel* – Fischer Jugendbuch Verlag – Gebundene Ausgabe – 400 Seiten – 18,99€

Es handelt sich hierbei um den dritten Teil einer Trilogie. Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, kann hier meine Rezension dazu finden.

Im dritten Band steht der Kampf gegen den Adel im Juwel unmittelbar bevor. Der Geheimbund „Der schwarze Schlüssel“ tut alles daran, so viele Leute wie möglich über die Machenschaften der Adeligen einzuweihen und sie für ihre Sache zu rekrutieren. Violet Lasting und ihre Freunde informieren unterdessen die Surrogate, die bei der nächsten Auktion versteigert werden sollen, über ihre Kräfte und lehren sie diese einzusetzen. Doch das ist nicht Violets einziger Plan, denn sie möchte ins Juwel zurückkehren, um ihre Schwester Hazel aus den Fängen der Herzogin vom See zu befreien.

Cover: 

Das Cover des letzten Teils gefällt mir am besten von den drei Bänden. Durch die dunklen Farben wirkt es nicht so kitschig wie die beiden Vorgänger. Ich finde trotzdem, dass die Reihe bei ihren Covern mehr Potenzial gehabt hätte, denn diese spiegeln die Geschichte viel zu wenig wider.

Meine Meinung: 

Da mir der erste und der zweite Teil dieser Trilogie außerordentlich gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Band lesen. Das Finale konnte mich aber im Endeffekt nicht so begeistern, wie die beiden Bücher davor.

Violet ist mittlerweile zur starken Persönlichkeit herangewachsen, die in ihrer Rolle als Anführerin der Paladininnen aufgeht. Von den anderen Charakteren wie z.B. Ash oder Raven bekommt man nicht allzu viel mit, was mich ein wenig enttäuscht hat. Demnach wird nämlich auch der Romanze zwischen Ash und Violet wenig bis gar keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Obwohl der Schreibstil, wie in den Teilen zuvor, sehr flüssig und detailreich ist, brauchte ich eine Weile, um wieder in die Geschichte hinein zu finden. Generell hatte ich eher das Gefühl, dass vor allem in der ersten Hälfte des Buches viel zu wenig passiert. Interessant wurde es für mich erst, als Violet als Zofe ins Juwel zurückgekehrt ist, um ihre Schwester zu retten. Der Leser lernt ab da eine komplett andere Sichtweise kennen, nämlich die der Bediensteten. Diese sind in so manchem Klatsch und Tratsch verwickelt und helfen Violet unwissentlich mit ihren Informationen.

Was mich an diesem Band allerdings sehr gestört hat, war, dass Violet quasi alles von selbst in die Hände gefallen ist und sie nicht wirklich auf Widerstand oder Hürden gestoßen ist. Deshalb gab es für mich in diesem Buch, bis auf das Finale, keine richtig spannenden Momente. Insgesamt war alles ein wenig vorhersehbar.

Trotzdem bin ich ein wenig traurig, dass die Reihe nun zu Ende ist. Die beiden vorherigen Bände waren wirklich toll und haben mit der Leihmutterschaft ein Thema aufgegriffen, über das ich zuvor in keinem Buch gelesen habe. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn noch ein Sequel folgen würde, da zum Ende hin noch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind. Beispielsweise wie es mit Ash und Violet weitergeht oder was nun mit der Gesellschaft passiert.

Fazit: Solides Finale, das an der ein oder anderen Stelle mehr Potenzial gehabt hätte. Insgesamt kommt der letzte Teil jedoch gar nicht an die beiden vorherigen Bände heran.

Bewertung: 3,5/5 Sternen

* Affiliater Link

2 Kommentare zu „Rezension „Das Juwel – Der schwarze Schüssel“ von Amy Ewing

  1. Hm…ich freu mich so auf das Finale, aber jetzt hab ich echt Angst, dass der 3. Band einfach nicht mit 1 und 2 mithalten kann…wäre schade um diese coole und süchtig machende Reihe!

    1. Ich habe bis jetzt eigentlich nur super Rezensionen zum dritten Band gelesen. Anscheinend bin ich da ein wenig kritischer als andere Leute 😀 Also mach dir keine Sorgen! Es ist ja trotzdem ein richtig lesenswertes Buch.

      Lg Antonia

Kommentar verfassen