Rezensionen

Rezension „Aquila“ von Ursula Poznanski

Aquila von Ursula Poznanski
Loewe Verlag – Broschiert – 432 Seiten
ISBN: 978-3-7855-8613-6 – 16,95€ / 12,99€ (E-Book)

Klappentext:

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

(Quelle: loewe-verlag.de)

Cover/Gestaltung: 

Ich muss ja sagen, dass ich kein Fan von den Covern der Poznanski-Bücher bin. Aquila finde ich allerdings relativ gut gelungen. Diese Farbkombination sieht man nicht sehr häufig, deshalb hat es auf jeden Fall Wiedererkennungswert. Sehr schön finde ich auch die Schriftart und deren Gestaltung in Gold.

Meine Meinung: 

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein unglaublicher Ursula Poznanski-Fan bin. Vor allem Erebos und die Eleria-Trilogie haben mir wahnsinnig gut gefallen. Aus diesem Grund kaufe ich jede Neuerscheinung der Autorin — zumindest im Jugendbuch-Bereich. Leider konnte sie mich mit Aquila nicht richtig überzeugen.

Das Buch wird aus der Sicht der 19-jährigen Nika erzählt, die gerade ein Auslandssemester in Siena macht. An einem Samstagabend geht sie mit ihren Freunden feiern und wacht am nächsten Morgen, so glaubt sie, in ihrer Wohnung auf. Schnell findet sie heraus, dass es gar nicht Samstag, sondern schon Dienstag ist und sie sich nicht erinnern kann, was in der Zwischenzeit geschehen ist.

Der Klappentext zum Buch hat mich unheimlich neugierig gemacht und auch der Beginn der Geschichte war sehr vielversprechend und spannend. Leider musste ich schnell feststellen, dass diese Spannung aufgrund der Langatmigkeit der Geschichte bald flöten ging. Nika tappt nämlich viel zu lange im Dunkeln, aber das ist kein Wunder, denn sie handelt so, wie man es eigentlich nicht tun sollte, wenn man ohne Erinnerung irgendwo aufwacht.

Generell ging mir Nika mit ihrer Naivität und ihren alleinigen Nachforschungen auf die Nerven. Außerdem wiederholt sie sich ständig — auf gefühlt jeder zweiten Seite jammert sie über ihre Amnesie. Über sie selbst erfährt der Leser wenig bis gar nichts. Auch die anderen Charaktere sind sehr farblos und machen das Ganze nicht viel besser. Am interessantesten fand ich da noch Jenny, Nikas Mitbewohnerin, die spurlos verschwunden ist. Die Liebesgeschichte, falls man das überhaupt so nennen kann, fand ich zu konstruiert.

Nachdem ich schon so viele Kritikpunkte aufgezählt habe, komme ich nun mal zu den guten Seiten des Buches. Gut gefallen hat mir wie immer der Schreibstil der Autorin. Er ist flüssig, locker leicht und macht Lust weiterzulesen. Die ständigen Wiederholungen schwächen dieses Lesevergnügen allerdings ab. Sehr unterhalten hat mich auch das Rätsel, jedoch hatte ich zeitweise den Eindruck, dass die Geschichte rundherum gesponnen wurde. Die Auflösung des Buches lies mich schließlich auch sehr enttäuscht zurück, da ich sie sehr unrealistisch und unglaubwürdig fand.

Ich habe das Gefühl, dass Ursula Poznanskis Bücher in letzter Zeit an Qualität abnehmen. Ihr letztes Jugendbuch, Elanus, fand ich auch nicht wirklich gut, aber immerhin um einiges besser als Aquila. Natürlich muss man auch beachten, dass ich nicht mehr der Zielgruppe entspreche, aber Erebos habe ich auch mit etwa 20 gelesen und es hat mich umgehauen. Ich werde ihre Bücher weiterhin lesen, denn ich habe die Autorin noch nicht abgeschrieben. Man sei gespannt, ob sie wieder auf ihr Hoch findet.

Mein Fazit:

Alles in allem leider nicht mein Fall. Schwache Charaktere, langsamer Handlungsstrang, insgesamt zu wenig Spannung und zur Krönung auch noch ein unrealistisches Ende.

Zu empfehlen für..

Keine Empfehlung

Bewertung: 2/5 Sternen

4 Kommentare zu „Rezension „Aquila“ von Ursula Poznanski

  1. Hi du
    ich bin ja echt froh, dass du diesem Buch auch nur zwei Sterne gegeben hast, denn das machte ich auch. Ich finde die Autorin hat so extrem nachgelassen. War ihre Trio total toll, so war dagegen die letzten beiden Bücher aus ihrer Hand nicht mehr mein Ding.
    Saeculum und Erebos fand ich richtig toll.
    Sei lieb gegrüßt
    Nicole

    1. Huhu Nicole!

      Endlich mal jemand, dem es auch so geht. Ich bin wirklich enttäuscht und traurig, aber mich wundert es eigentlich nicht, dass sie so nachlässt, so oft wie sie Romane veröffentlicht. Da wird wahrscheinlich auch großer Druck dahinter stecken.

      LG

  2. Huhu Antonia,
    hmmmm, seltsam, Poznanski lese ich gern und habe die Defizite, die du beschrieben hast, noch in keinem ihrer Bücher gefunden. Mal schaun, ob ich Aquila lese.
    LieGrü
    Elena
    #litnetzwerk

    1. Huhu Elena 🙂
      Naja ist auch erst seit Elanus so. Bin auf jeden Fall sehr gespannt wie du Aquila findest und werde beobachten wann es eine Rezension von dir gibt.

      LG

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