Kolumnen

5 Erotikromane, die dem schlechten Ruf des Genres gerecht werden

Wie vielleicht bereits ein paar von euch wissen, schreibe ich für ein Onlinemagazin. Dort habe ich vor längerer Zeit einen Artikel über Erotikromane geschrieben, den ich gerne mit euch teilen würde. Bitte beachtet, dass das zum Teil Satire ist und nicht zwingend meine eigene Meinung widerspiegelt. Jeder kann das lesen, was ihm/ihr Freude bereitet. 

Sex sells. Schaut man sich die Bestsellerlisten an, so merkt man, dass sich auch der Buchmarkt vollends auf dieses Motto eingestellt hat und momentan so richtig aufblüht. Und das obwohl man in diesem Genre oft das Gefühl hat, handlungsmäßig ein permanentes Déjà-Vu zu erleben. Nicht zuletzt weil E.L. James mit Fifty Shades of Grey den Erotikbuchmarkt nachhaltig geprägt hat, wollen nun auch viele andere AutorInnen ein Stück vom Kuchen haben. Dem Hype um Erotikromane scheint dies aber trotzdem keinen Abbruch zu tun, deshalb wird dem Leser immer wieder dieselbe seichte Storyline vor die Füße geworfen:

Naives, natürlich jungfräuliches Mädchen trifft Bad Boy á la Halbgott Christian Grey, der in Geld schwimmt und selbstredend höllisch sexy ist. Es bedarf nur weniger Blicke und beide werden vom Sturm der Gefühle erfasst und können nicht mehr ohne einander leben. Gespräche werden zumeist überbewertet, weshalb es also nicht lange dauert, bis die beiden miteinander in die Kiste hüpfen. Der Mann entpuppt sich schließlich — wie soll es anders sein — als das dominante Alphamännchen, das nur so agiert, weil es irgendwelche seelischen Probleme zu überwinden hat. Wird gerade nicht gefickt (und ja dieses Wort liest man sehr oft), wird vermutlich wegen irgendeiner Lappalie gestritten, um im Anschluss wieder den horizontalen Mambo zu tanzen. Zum Schluss wird dem Leser dann noch schnell eine dramatische Wendung um die Ohren gehauen, damit dieser sich auch ja die fünf Folgebände kauft.

Klar, Erotikromane sollen der Unterhaltung dienen und wer sich darauf einlässt, erwartet sicherlich keine Weltliteratur. Jedoch sollte man sich für sein Geld ein wenig Abwechslung (und das nicht nur in Form von Stellungswechseln) erwarten können. Doch anscheinend sind genau die schablonenhaften Charaktere sowie lieblose Sexszenen das Erfolgsrezept der Erotikroman-AutorInnen. Nicht nur, dass man bei den nachfolgenden Büchern förmlich fühlen kann, wie mit jedem gelesenen Satz die IQ-Punkte dahinschrumpfen, vermitteln diese auch noch ein unrealistisches Frauenbild. Dass solche Romane hauptsächlich von Frauen geschrieben werden, ist eigentlich fast nicht zu glauben. Obwohl dieses Genre auch mit durchaus guten Geschichten aufwarten kann, sind es diese fünf inhaltlich eher fragwürdigen Erotikromane, die den Markt anführen.

1. Calendar Girl von Audrey Carlan

Mia braucht dringend Geld. Ihr Vater, ein Trinker und Spieler, hat sich bei Mias Ex-Freund eine Million Dollar geliehen, um seine Spiel- und Alkoholsucht auszuleben und kann diese nicht zurückzahlen. Ein Schlägertrupp prügelt ihn schließlich ins Koma und Mia fühlt sich verpflichtet, das Geld aufzutreiben. Wie gut, dass sich just dann ihre Tante meldet, die zufällig eine Escort-Agentur führt und Mia dort einen Job als Escort anbietet. Diese verliebt sich natürlich sofort gnadenlos in ihren ersten Kunden Wes, was sie aber nicht davon abhält, sich mit den darauffolgenden Kunden ausgiebig zu vergnügen.

Generell ist jeder Kunde wahnsinnig gutaussehend, bestückt wie ein Pferd und genau Mias Typ. Hat dieses Mädchen ein Glück! Da überlegt man sich ja fast schon selber ins Escort-Geschäft einzusteigen. Calendar Girl kommt zwar mit einer etwas innovativeren Idee daher, jedoch sind die Umstände mehr als unrealistisch. Mit Sätzen wie “Sie trug eine weiße Bluse, die so weich wie Seide war, was vermutlich daran lag, dass es Seide war.” katapultiert sich die Autorin mit ihrem Schreibstil selbst ins Aus.

2. After von Anna Todd

An ihrem ersten Tag an der Uni trifft Tessa, die eigentlich einen Freund hat, den Außenseiter und Bad Boy Hardin. Die beiden können sich nicht ausstehen, ziehen sich aber gegenseitig magisch an. Schließlich betrügt Tessa ihren Freund und geht dann doch eine Beziehung mit Hardin ein, die von einem Streit in den nächsten überläuft. Hardin rastet wegen jeder Kleinigkeit aus, zerstört das Mobiliar und wirft mit Geschirr um sich, doch Tessa scheint sich daran nicht wirklich zu stören — dafür sieht Hardin nämlich zu gut aus. Das gern gewählte Mittel zur Konfliktbewältigung: Sex. So entwickelt sich Tessa mit der Zeit vom jungfräulichen Mauerblümchen zur Sexgöttin. Wie schön.

After, die Buchreihe mit einem etwas gewagten Namen für einen Erotikroman, hat also vollends im Klischeebingo zugeschlagen. Nach diesem seichten Auftakt fragt man sich, wie die Autorin noch weitere vier Bände damit füllen konnte, denn diese Reihe ist wortwörtlich für’n Arsch!

3. Crossfire von Sylvia Day

An ihrem ersten Arbeitstag in einer Werbeagentur stößt die schöne Eva mit dem Inhaber dieser, dem mächtigen und attraktiven Gideon Cross, zusammen und schon ist es um die beiden geschehen. Er will sie und sie will ihn — das übliche Spiel eben. Eva weiß instinktiv, dass sie die Finger von ihm lassen sollte, gibt ihrem unbändigen Verlangen dann aber schließlich doch nach. Bereits bei ihrem ersten “Date” geht’s auch schon ordentlich zur Sache. Wenn sie gerade keine Erwachsenen-Pyjama-Partys feiern, gehen die beiden auf Galadinners, bei denen auch überall nur wunderschöne und reiche Menschen anzutreffen sind.

Um die Geschichte dann doch noch ein wenig spannend zu machen, kommen Stück für Stück ihre dunklen Geheimnisse ans Tageslicht. Eva erzählt Gideon, dass sie als Kind vergewaltigt wurde und ihr Stiefvater Schweigegeld gezahlt hat, damit die Vergewaltigung nicht an die Öffentlichkeit gelangt und die Familie dadurch nicht beschämt wird. Als natürliche Reaktion darauf steigen die beiden wieder zusammen in die Kiste. Geht’s eigentlich noch? Nicht nur, dass Crossfire wie ein noch billigerer Abklatsch von Fifty Shades of Grey wirkt, nein, das Buch schafft es auch noch, richtig zu empören.

4. Royals-Saga von Geneva Lee

Die superschlaue Clara lernt auf ihrer Abschlussfeier der Universität Oxford einen Mann kennen. Irgendwann wird sie von ihm geküsst und danach einfach sitzen gelassen. Am Folgetag entdeckt sie in der Zeitung ein Bild dieses Kusses und erfährt, dass Prinz Alexander von Cambridge, der Thronfolger Englands höchstpersönlich, sie geküsst hat. Die beiden treffen sich wieder und die Geschichte nimmt seinen üblichen Verlauf. Wenn Alexander gerade nicht seinen mächtigen Prinzenprügel schwingt, wartet der künftige König mit vulgärem Vokabular und ständigen zweideutigen Anspielungen auf. Das Weibchen kann dieser geballten Ladung Testosteron natürlich nicht widerstehen und lässt sich ohne Protest von ihm unterdrücken. Emanzipation ade!

Jedes Problem, das auch nur ein bisschen Potential für eine wirkliche Story hätte, wird mit Sex gelöst. Von den 448 Seiten des Buches würden nach Abzug der Sexszenen vermutlich nur mehr um die 50 Seiten übrig bleiben. Das “moderne Märchen”, das auf der Rückseite vom ersten Teil der Royals-Saga versprochen wird, kann man hier eher durch “Porno in Schriftform” ersetzen. Und welche Frage sich abschließend noch stellt: Welcher halbwegs gebildete Mensch erkennt den Thronfolger nicht?

5. Hard von Meredith Wild

Erica ist eine gestandene, taffe Geschäftsfrau und betreibt ein eigenes Internet-Startup. Als sie den Unternehmer Blake Landon trifft, wirft sie alle ihre Grundsätze über Bord und gibt sich ihrem Verlangen nach ihm hin. Blake kann alles, weiß alles und hat dazu, wie sich später herausstellt, auch noch eine Lanze von biblischem Ausmaß. Neben Bettszenen, die so prickelnd sind wie abgestandener Sekt, passiert nicht viel. Es wird weder miteinander geredet, noch kann der Leser in irgendeiner Weise nachvollziehen, warum im Buch von “der großen Liebe” gesprochen wird. Und weil so etwas in Erotikromanen ja so selten vorkommt, hat Erica auch noch ein dunkles Geheimnis. Muss unbedingt mal jemand darauf kommen — wird sicher ein echter Hit!

Um dem Ganzen dann noch das gewisse Etwas zu verleihen und auf die Welle von E.L. James aufzuspringen, wird noch ein bisschen BDSM praktiziert. 352 Seiten ständige sich wiederholende Sexszenen später, fragt man sich, was Meredith Wild mit diesem Buch eigentlich aufarbeiten wollte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auf kultort.at vorbeischauen würdet, aber auch, wenn ihr mir eure Meinung zu Erotikromanen in den Kommentaren da lasst. Vielleicht könnt ihr mir ja auch gute Erotikliteratur empfehlen.

Liebe Grüße

[Foto: Malleni-Stock/DeviantArt (Schlüsselloch)/brenda-starr/Flickr (Schlüssel)/CC BY 2.0/Illustration von Simon Eder auf kultort.at]

21 Kommentare zu „5 Erotikromane, die dem schlechten Ruf des Genres gerecht werden

  1. Endlich spricht mal jemand die Wahrheit aus!2-5 habe ich selber schon alle durchgelesen und jedes mal störte mich die gleiche Storyline.Doch um ehrlich zu sein hat mich das auch nicht vom lesen abgehalten.Bei mir persönlich ist es oft so das mich die Handlung und die Charaktere trotzdem noch fesseln und ich dann immer weiter lesen muss :),Doch Erotik Romane wo die Frau zu naiv ist,stoßen mich immer ab.Ich frag mich dann immer warum die Autoren eine Figur erschaffen und diese dann als ,,vertrotteltes,, junges Ding darstellen.Besonders auch die neueren Bücher wie etwa auch ,,The Club,, wurde meiner Meinung nach von Band zu Band immer schlechter und die Themen wiederholten sich einfach nur.Trotzdem kann man einfach die Finger nicht davon lassen :).
    Liebe Grüße,
    Emilie

    1. Ja, da hast du vollkommen recht. Ich konnte sie ja im Endeffekt auch nicht weglegen, nur bei Royal Passion war ich echt kurz davor. Die einzige Reihe von den aufgezählten Romanen, die ich komplett gelesen habe, war Calendar Girl, aber das hat mich dann zum Schluss auch nur mehr angekotzt.

      Grüße
      Antonia

  2. Du sprichst mit diesem Artikel mir sooo aus der Seele! Bis jetzt habe ich nur „Royal“ gelesen und es hat mir gereicht! Ich dachte, dass es bei dem Titel und dem Klappentext mit ein bisschen mehr Niveau zugeht, aber weit gefehlt. Das ist es, was mich am meisten an den ganzen Erotikromanen stört – Niveau. Auch die Rollenverteilung ist zum Kopfschütteln. Armes Mauerblümchen meets sexy Bad Boy. Ich meine Erotikromane könnten doch so schön sein!
    Manchmal ist die Idee dahinter ja gar nicht so schlecht, aber die Umsetzung passt nicht. Ich verstehe nicht, wieso man alles nicht einfach ein bisschen ansprechender gestalten kann. Ich weiß selbst, wie schwer es ist erotische Szenen zu schreiben, umso einfacher ist es wahrscheinlich es so hinzuklatschen, wie es in den meisten Romanen gemacht wird….

    Tja, ich werde wohl so schnell keine mehr lesen, da ich eh immer weiß, wie es enden wird….

    LG Kathi

    1. Ja, total. Es regt einfach auf, wenn Frauen ständig in eine Schublade gesteckt werden. Ich hab in nächster Zeit definitiv auch nicht vor mir sowas nochmal anzutun. Hab drei der Romane zu Recherchezwecken hintereinander gelesen und jetzt brauch ich sicher mal ein Jahr Pause 😀

      LG Antonia

  3. Hallo Antonia,

    habe ich doch beim Durchstöbern Deiner Seite diesen Beitrag gefunden, der ja doch sehr in meine Leserichtung geht… 😉 Ich stimme Dir auf jeden Fall zu, dass viele Romane aus diesem Genre einfach nur zum Fremdschämen sind. Unerfahrenes Mädchen trifft notorischen Bad Boy und es ist alles big love für immer und ewig. Ach ja…wie schön unrealistisch.

    Aber dennoch, ich lese seit Jahren so gut wie ausschließlich Romance. Und obwohl doch regelmäßig auch solche Bücher dabei sind (durch die ich mich dann durchquäle, weil aufgeben ist ja schließlich nicht), gibt es doch auch welche, die richtig gut sind. Auch mit bisschen mehr Story drumherum. Versuch es mal mit „Bright Side“ von Kim Holden oder den Romanen von Brittainy Cherry („The Gravity of us“ fand ich super“. Wenn es etwas mehr Action sein soll, dann ist die Dark Romance Reihe von Tillie Cole (Scarred Souls“) zu empfehlen.

    Aber wie gesagt, man muss es mögen. Und ich lese grundsätzlich nur noch im englischen Original, weil die Übersetzungen teilweise so unterirdisch schlecht sind, dass man das Buch nur weglegen kann. Das ist mir besonders bei „SoG“ und „Crossfire“ so gegangen. Da dachte ich stellenweise nur „och bitte, das geht doch gar nicht“. Und Crossfire habe ich nach Teil drei aufgehört zu lesen, weil es mir einfach nur zu doof war, diese ständigen Cliffhänger und warten auf den nächsten Teil. Und dann wieder nur so ein albernes Drama… Nee, da habe selbst ich gestreikt 😉

    Liebe Grüße und einen schönen Abend,
    Suzy

    1. Liebe Suzy!

      Erstmal vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat.
      Ich werd mir deine vorgeschlagenen Bücher auf jeden Fall mal ansehen. Ich hab die Hoffnung nämlich noch nicht aufgegeben 😀

      Liebe Grüße
      Antonia

  4. Moin Antonia,

    endlich jemand, der es auch mal laut sagt. Aus mir mittlerweile unerfindlichen Gründen habe ich auch die Shades of Grey-Bücher verschlungen. Die ersten beiden Bücher haben mir schon irgendwie gefallen, wahrscheinlich weil es etwas „Neues“ war, aber schon den dritten Teil fand ich total überflüssig.
    Da ich jedem Genre eine zweite Chance gebe, habe ich es noch einmal mit der After-Reihe versucht, aber hab mich da wirklich durch gequält und fand es total langweilig. Zum Glück gibt es auf dem Buchmarkt ja genug anderes zum lesen, sodass man nicht jeden Trend mitmachen muss.

    LG

    1. Huhu 🙂
      Vielen Dank!
      Ja, ich find das auch schrecklich. Hab die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass ich noch ein gutes Buch in diesem Genre finde.

      LG Antonia

  5. Hach, mit After Passion hatte ich damals seeeehr viel Spaß. Seit dem habe ich mich aber auch nicht mehr an einen entsprechenden Roman ran getraut. Wenn ich gute, nicht-frauenfeindlich Erotik möchte, lese ich halt ne Fanfiction. Die sind oft besser, grade in den moderierten Archiven ^^

    Toller Artikel (und toller Blog)

    LG
    Lena
    #litnetzwerk

    1. Hallo liebe Lena!
      Fanfiction habe ich noch nie ausprobiert, hört sich aber sehr unterhaltsam an. Prinzipiell mag ich Erotik ja auch gerne, aber nicht, wenn Frauen ständig in die gleiche Schublade gesteckt werden. Vielen Dank auf jeden Fall für den Tipp und auch für dein Lob zum Blog.

      Ich freu mich schon auf deinen Blog!

      LG Antonia

  6. Ich muss sagen, mich reizt keines der Bücher, sie zu lesen. Du bringst es echt gut auf den Punkt und deine Ausführungen unterstreichen meine Vermutungen bloß 😀
    LG Katharina
    #litnetzwerk

    1. Vielen Dank!
      Ich hab jetzt definitiv längere Zeit die Nase voll von solchen Büchern 😀

      LG Antonia

  7. Nach Shades of Grey habe ich mich noch an Crossfire gewagt. Dieses Buch habe ich aber dann nicht mal mehr bis zum Ende durchgehalten und seitdem diesem Genre komplett den Rücken gekehrt. Besser ist es. 🙂

    Super Artikel!

    Liebe Grüße
    Petzi

    1. Hallo Petzi!
      Vielen Dank für dein Kommentar 🙂
      Ich habe auch nicht mehr vor Bücher aus diesem Genre zu lesen, außer mich überzeugt jemand, dass eines wirklich wirklich gut ist.
      Ist ja nicht der Sinn der Sache, dass man beim Lesen sauer wird.

      LG Antonia

  8. Ich muss gestehen, dass ich in jede dieser Reihen zumindest mal reingelesen habe, zuletzt in Calender Girl, weil ich wissen wollte, was der ganze negative Hype soll. Und ich muss sagen, du triffst den Nagel auf den Kopf: Es wimmelt von Klischees. Aber am meisten stört mich, dass das schon Klischees geworden sind, dass es als normal gilt, jedes Problem mit Sex zu lösen oder generell nicht miteinander zu reden. Leider ist das ja nicht mehr nur in der Erotikliteratur der Fall – denn dort könnte man das ja noch irgendwie rechtfertigen -, sondern färbt auch immer mehr auf Young Adult oder auch Jugendromane ab. Schönes Welt- und Frauenbild, das den jungen Menschen da präsentiert wird …
    Das ist ein schöner und gar nicht mal so unwichtiger Artikel! In eurem Onlinemagazin schaue ich mich mal genauer um … 😉
    Liebe Grüße vom #litnetzwerk,
    Henrike

    1. Hallo liebe Henrike!
      Vielen Dank für dein nettes Kommentar!
      Da hast du vollkommen recht, dass sich dieses Frauenbild auch bereits auf Jugendbücher auswirkt. Was mich sehr erschreckt, ist, dass das aber viele nicht einmal zu stören scheint. Ich würde mich selbst nicht als Feministin bezeichnen, aber in Büchern, die eigentlich zur Unterhaltung dienen sollen, ständig heruntergemacht und als das kleine Rehlein, das männliche Hilfe braucht, dargestellt zu werden, finde ich schon sehr bedenklich. Es zieht aber, deshalb wird sich da, wie ich eh schon geschrieben habe, in den Köpfen der Autoren nicht viel tun.

      Liebe Grüße
      Antonia

      1. Ja, da hast du wohl recht – ich rechne auch nicht wirklich mit einer Veränderung in der nächsten Zeit. Ich finde es einfach so problematisch, dass viele Jugendliche diese Aspekte als vollkommen normal aufgetischt bekommen. Wie sollen sie später wissen, dass Beziehungen auch anders – friedlich und respektvoll zum Beispiel – ablaufen können?
        Ach ja, das ist wieder so ein Thema, über dem man sich die Köppe einschlagen kann …
        LG, Henrike

  9. Hallo liebe Antonia!

    Ich habe herzlich bei deinem Beitrag gelacht.

    Ich lese keine Erotikromane, war aber im letzten Jahr auf der Lit Love-Convention und habe Geneva Lee und Sylvia Day beide live erlebt. Beide waren super nett und man muss ihnen lassen, dass sie genau zu wissen scheinen, was ihre LeserInnen wollen.

    Leider sehe ich das mit der Vermittlung eines ungesunden Frauen- und Beziehungsbildes aber auch in mehr und mehr Büchern, und hoffe, dass das bald wieder zurückgehen wird.

    Euer Onlinemagazin schaue ich mir auch mal direkt an.:)

    Liebe Grüße
    Effi

    1. Huhu Effi!

      Das freut mich wirklich, denn das war auch meine Intention hinter dem Artikel. Dass gelacht bzw. geschmunzelt wird 🙂

      Die Autoren geben den Lesern bzw. in diesem Fall hauptsächlich den Leserinnen ja nur das was sie lesen wollen. Deshalb muss da vonseiten der Leser was passieren, sonst wird das immer so weiter gehen. Naja, kann man leider eh nicht viel machen außer ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten.

      LG Antonia

  10. Genau wegen solcher Beiträge lasse ich von Erotik Romanen lieber die Finger. Unterhaltsam sind sie aber allemal. Allein das Zitat aus Calender Girl finde ich unfassbar witzig 😀
    Davon abgesehen gehen die Charaktere und generell die Beziehung zwischen den beiden für mich so gar nicht. Dass Unterdrückung und Gewalt von so vielen (Frauen) gefeiert wird, kann ich so absolut nicht nachvollziehen und für mich wäre das ein Argument, das Buch nach den ersten Seiten abzubrechen und mir nicht noch voller Begeisterung 18 Folgebände zu kaufen.

    1. Du sprichst mir aus der Seele! Das ist so schrecklich. Auf der einen Seite regen sich die Frauen auf, dass sie 2017 noch immer nicht gleichberechtigt sind und auf der anderen Seite wird so ein Blödsinn gelesen. Für mich ist das einfach nur paradox.

      LG

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